Maritime Schirmmützen – volle Fahrt voraus für Elbsegler und Co. !

Ursprünglich kommt der Elbsegler aus der Seefahrt und wurde im Norden an der Küste von Seeleuten getragen. Um die Kopfbedeckung besonders robust zu machen, wurde auf Leder, Seetuch oder Wollfilz zurück gegriffen. Heute kommt der Elbsegler meist etwas leichter daher.

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An der klassischen Form hat sich natürlich nichts geändert. Der Elbsegler ist eine schlichte, niedrige Seemannsmütze aus schwarzem oder dunkelblauem Marinetuch. Sie hat einen ca. drei Zentimeter hohen Rand und ist mit einer Zierkordel oder – authentischer – mit einem ledernen Sturmriemen vorne am Mützensteg versehen. Unter das Kinn gezogen, wurde mit dem Riemen dem Elbsegler auch bei Wind und Wetter Halt gegeben.

Aber der Elbsegler ist viel mehr als eine kultige Kopfbedeckung. Mit einem Elbsegler verkörpern Sie hanseatisches Understatement ebenso wie die Weltoffenheit der Seefahrer vergangener Tage. Das bedeutet aber nicht, dass der Elbsegler angestaubt oder gar altmodisch ist. Ganz im Gegenteil, der Elbsegler ist voll im Trend und gehört mittlerweile zum Streetstyl echter Individualisten –  eben ein echter Hingucker bei Frauen und Männern.

Also, volle Fahrt voraus für den Elbsegler!

Aber auch andere traditionelle Schirmmützen liegen voll im Trend

Die Prinz-Heinrich-Mütze z. B. geht auf die Mütze des Kaiserlichen Yacht-Clubs zurück, die wiederum an die Uniform-Mütze der kaiserlichen Marine angelehnt war. Benannt wurde sie nach dem kaiserlich-deutschen Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen (1862–1929), dem jüngeren Bruder Kaiser Wilhelms II. Der Mützenkörper, der früher aus reiner Wolle bestand, enthält heute oft auch Kunstfaseranteile. Seit den 1950er Jahren werden Prinz-Heinrich-Mützen auch aus Cord gefertigt.

Die Elblotsen-Mütze oder der Elblotse, also die eigentliche Helmut-Schmidt-Mütze wurde seinerzeit für die Hamburger Lotsen gefertigt. Mit ihrem hohen Mützensteg und dem kleinen Mützendeckel, und dem Mützenschirm, der mit Eichenlaub besetzt ist sieht sie der Prinz-Heinrich-Mütze sehr ähnlich, Deren Kennzeichen, die sie von anderen ähnlichen Mützen, wie u. a. den Schiffermützen, unterscheidet, ihr hoher Steg und der steife, ebenfalls verhältnismäßig kleine Mützendeckel ist, dessen Durchmesser ist nur unwesentlich größer als der des Stegs ist und  der zu allen Seiten etwa gleich groß ausgeprägt ist. Die Mützenkordel der Elblotsen-Mütze wie der Prinz-Heinrich-Mütze kann gedreht oder geflochten sein. Farblich bewegen sich diese Mützen üblicherweise zwischen dunkelblau und grau bis schwarz.

Diese Schiffermützen, zu denen auch der bekannte Elbsegler gehört, sind Schirmmützen aus Tuch (Wolle, heute durchsetzt mit Kunstfaser), Leder oder Kunstleder, die seit jeher gern von Seeleuten getragen wurden, sich aber heute auch bei modebewussten Leuten als Trend-Accessoire wieder durchsetzen.